Montag, 19. Mai 2008

Bring- und Hol-Aktion

Auswahl der Gegenstände (zu Hause):
- was brauche ich nicht mehr?
- auf was kann ich verzichten?
- wenn mir ein Gegenstand etwas bedeutet hat, nahm ich ihn nicht mit

Auswahl der Gegenstände (in der Schule):
- was kann ich brauchen?
- was gefällt mir?
- wer könnte das sonst noch brauchen/kann ich jemandem damit eine Freude machen?

Abschied der Gegenstände:
- begann schon bei der Auswahl zu Hause
- wir nahmen nur Gegenstände mit, welche uns nicht viel bedeuten, da wir die anderen gerne behalten würden

Gegenstände von anderen:
- war interessant zu sehen, wer was mitnahm und was es alles zu entdecken gab

Gegenstände die weitergegangen sind:
- schön, dass mit etwas Einfachem jemandem eine Freude gemacht werden konnte

Haben wir mehr gebracht als genommen?
-  ja...wir waren wählerisch

Bring- und Hol-Aktion in der Schule:
- in den Unterricht einbetten bzw. ein passendes Thema dazu wählen (z.B. Teilen, Spielsachen)
- Regeln zum Mitnehmen (nicht hamstern, z.B. nur soviel mitnehmen wie man bringt oder nur 2 Gegenstände, ...)
- Dinge für andere Sammeln (Rotes Kreuz, Kinderheim)
- evtl. ganzes Schulhaus mitnehmen

Montag, 7. April 2008

Milch

Teilkompetenzen einer BNE im Bereich Milch

Im Bereich Milch lassen sich verschiedenen Teilkompetenzen einer BNE finden:

A5) Sie können zwischen Entwicklung auf der lokalen Ebenen, auf der nationalen Ebenen und auf der globalen Ebene unterschieden und erkennen die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen diesen Ebenen.
à Produktion in anderen Ländern, Preis von Milch

B2) Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiednen Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.
à Milch vom Bauer, Milch vom Kaufhaus, Tetrapack vs. Bauer

C1) Sie erkennen, dass Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung komplex sind und mit Wertentscheidungen einhergehen.
à Haltung der Tiere, Milchpreis für den Bauer, Weg der Milch

E2) Sie können die Qualität der Herkunft sowie die Reichweite von Informationen kritisch prüfen
à Testen der Milch, verschiedene Milchsorten: gesunde Milch, pasteurisierte Milch, UHT, Vollmilch, Milchdrink etc.


Umsetzung didaktischer Prinzipien auf dem Plakat Milch

Handlungs- und Reflexionsorientiert:
à Durch Diskussionen, Austausch und Hypothesenbildung wird die Reflexionsfähigkeit verbessert (Fragen: Produzieren alle Kühe Milch? Was passierte mit der Milch, bevor sie ins Tetrapack kommt?)

Entdeckendes Lernen:
à eventuell sind in der vorgeschlagenen Werkstattarbeit Posten vorhanden, die entdeckendes Lernen ermöglichen (können wir jedoch nicht beurteilen, da auf dem Plakat selbst nicht viel über die Posten steht)

Vernetzendes Lernen:
à Die Vernetzung von lokalen und globalen Gegebenheiten (Milchproduktion in der Schweiz und im Ausland)

Zugänglichkeit:
à Kreisdiskussion (Wie wird die Milch produziert?)

Partizipation:
?? Keine interessanten Beispiele gefunden!

Anmerkung: Der Aspekt des ausserschulischen Lernortes fanden wir auf dem Plakat nicht. Würden wir das Thema Milch im Unterricht behandeln, wäre unsere erste Idee der Besuch einer Molkerei, eines Bauernhofes, einer Milchzentrale, einer Käserei oder einer Alp. Zudem wäre es schön zu wissen, die die Werkstattarbeit aussehen würde, da dies ein zentraler Aspekt ist.

Sonntag, 6. April 2008

Rückmeldung

Liebe Bloger/innen

Wieder über 4 Blogs die Beiträge und Kommentare lesen und dann noch in weitere Blogs reinschauen, dies löste bei mir erneut den Eindruck aus, dass viele von Ihnen für die Thematik zunehmen sensibilisiert sind und sich weiter engagieren werden. Sie sehen die Problematik, haben Ideen für die Durchführung in ihrer zukünftigen Klasse, erkennen laufend neue Zusammenhänge, fühlen sich auch durch ihre eigenen Erfahrungen motiviert, wenn auch unterschiedlich, an der Thematik zu arbeiten.

Dass alle – ohne Ausnahme – auch eine positive Beziehung zur Natur haben und spüren, was diese ihnen bedeutet, wie sehr Erfahrungen in der Natur uns Kraft geben, uns Erholung ermöglichen (bei unterschiedlichstem Wetter und in den vier Jahreszeiten), das ist begeisternd zu lesen! Auch ich habe in den vergangenen 14 Tagen in unterschiedlichen „Aktionen“ in der Natur ihre Kraft wieder erlebt!

Herz zeigt - wie viele von Ihnen bemerkt haben - eine Reihe von Möglichkeiten auf, wenn z.T. auch akzentuiert auf die Ebene ausserhalb der einzelen Schulkasse (aber nicht nur), wie an der Thematik der nachhaltigen Bildung „gearbeitet“ werden kann. Abgesehen von alle den vielen Möglichkeiten, die man/frau mit der eigenen Klasse durchführen kann (Umgang mit Papier, Elektrizität, Abfalltrennung, Verhältnis zur Natur usw.), lösen Klassen übergreifende Aktionswochen, wenn möglich gar im ganzen Schulhaus gemeinsam geplant und durchgeführt, eine grösseres Bewusstsein aus.
Diese etwas grösse Einheit (als ein Arbeiten im Klassenverband) braucht zwar mehr Energie, um sie ins Rollen zu bringen, bringt aber immer wieder auch die beflügelnde Erfahrung, dass ein ganzes Team, eine ganze Schule hinter einem Projekt steht und sich dafür einsetzt. Gemeinsam kommt man als Team auch auf mehr Ideen und im Team lässt sich vieles leichter erreichen. „Gemeinsam ist besser als einsam.“ formuliert deshalb auch O. Herz treffend.
Gelingt es gar Eltern einzubeziehen oder die Thematik in die Öffentlichkeit zu tragen, zieht die Aktion auch grössere Kreise und wird auch so nochmals nachhaltiger.

Dass aber zuerst aber auch und besonders in den Klassen gearbeitet werden soll und muss, damit die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für die Thematik bekommen, soll auch nochmals erwähnt werden (wie dies einzelne auch geschrieben haben).
... und selbstverständlich ist die Thematik mit einer „Aktion“ im Schulhaus nicht abgeschlossen. Das tägliche Pflegen und Leben einer nachhaltigen Lebenshaltung ist genau so wichtig, letztlich ein Stückweit entscheidend.

Gerne nehme ich zum Abschluss meine Blogbreitrages das Zitat aus der Erd-Charta auf, welches eine Studentin in ihrem Blog verwendet hat.
„Es ist auch wichtig, dass den Kindern vor allem die vier Punkte der Selbstverpflichtung beizubringen:
1. Ehrfrucht haben vor der Erde und allem Leben
2. Für die Gemeinschaft alles Lebendigen in seiner ganzen Vielfalt Sorge tragen
3. Danach streben, freie, gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche Gesellschaftsformen aufzubauen
4. Die Fülle und die Schönheit der Erde für die gegenwärtige und für die zukünftige Generation sichern.
Wenn alle Menschen diese vier Punkte ernst nehmen würden, sehe unsere Erde ganz anders aus. Diese Inhalte kann man aber nicht vermitteln, ohne dass man selber Vorbild ist. ... „

Noch ist das Modul, das Semester noch nicht zu Ende, wir stehen erst in deren Mitte. Ich freue mich auf die weiteren Impulse und Erfahrungen.
Herzliche Grüsse
A. Müller

Mittwoch, 2. April 2008

Auf einem Spaziergang

Vor lauter Diplomarbeitsstress ging dieser Auftrag völlig unter. Dies ist der Grund, weshalb ich meinen Beitrag erst jetzt schreibe.

Ich begab mich an einem wunderschönen Tag alleine auf einen langen, ausgiebigen Spaziergang. Ich entschied mich, in den Wald zu gehen. Auf dem Weg in den Wald sah ich sieben Eidechsen. Sie sonnten sich auf einem Stein. Ich blieb vor den Steinen stehen und beobachtete sie. Es war sehr faszinierend, ihnen zu zu schauen und ihre Bewegungen zu beobachten. Als eine Eidechse mich bemerkte, versteckte sie sich sofort und alle anderen zogen ihr nach. Ich blieb weiterhin dort stehen, weil es mich interessierte, was nun passieren wird. Nach einer Weile kamen eine nach der anderen wieder hervor und sie sonnten sich weiter in der Wärme.

Nach einer gewissen Zeit ging ich weiter und kam im Wald an. Ich schaute mich im Wald um, ob ich noch mehr Tiere entdecken könnte. Und siehe da:Ein Eichhörnchen kletterte gerade einen Bammstamm hinauf.

Ich war richtiggehen fasziniert, dass ich innerhalb von einer halben Stunde so viele Tiere gesehen habe. Hätte ich diesen Auftrag nicht erhalten, wäre ich nicht in den Wald gegangen und hätte die Tiere nie gesehen. Ich muss zugeben,dass dieser Spaziergang eine grosse Erholung für mich war. Die frische Luft, die blühenden Blumen, die wunderschönen Bäume und natürlich die vielen Tiere gaben mir Energie und füllten so meine Batterien wieder vollständig auf. Es wurde mir mit diesem Spaziergang bewusst, wieviel die Natur uns gibt. Als ich mich auf meinem Spaziergang aufhielt, konnte ich über Gott und die Welt nachdenken und war mit mir selbst beschäftigt. Ich vergass alles um mich herum und genoss, dass ich alleine spazieren konnte. Leider geben wir Menschen ihr nichts zurück, sonder nehmen nur immer. Es ist erschreckend, wie viel wir kaputt machen. Leider ist vielen Menschen überhaupt nicht bewusst, wie wichtig die Natur für uns ist, wenn nicht überlebenswichtig. Wir bestrafen uns selbst, wenn wir nicht endlich beginnen, der Natur mehr Sorge zu tragen.

Freitag, 28. März 2008

Martina in der grossen, weiten Natur

Über die Ostertage war ich so viel in der Natur, dass ich leider erst jetzt bloggen konnte. Wenn ich mich nicht gerade vor dem Computer an meiner Diplomarbeit abmühte nutzte ich jede Gelegenheit nach draussen zu gehen und etwas frische Luft zu schnappen. Vor meinem Zimmer steht ein grosses Trampolin, ich bin dann da hinauf gestiegen und habe mir, während ich so in die Luft sprang, die Berge angeschaut und sie bewundert. Doch dann kam der Schnee und nahm mir meine Trampolinfreuden, da sagte ich meiner Diplomarbeit auf ADIEU und schnappte mir mein Snowboard, um die Berglandschaft aus der Nähe zu erkunden. Das Snowboarden ist immer etwas sehr schönes, da ich finde, dass man der Natur sehr nahe sein kann. Die riesigen, verschneiten Berge strahlen für mich Ruhe aus und ich habe das Gefühl es kann nirgends auf der Welt schöner sein als hier. Sie haben jedoch auch etwas Bedrohliches an sich, wenn sie so mächtig neben mir in die Höhe ragen. Dann fühle ich mich ganz klein und hilflos.. Als ich so auf dem Gipfel stand, sah ich an der Felswand eine Gemsenfamilie im Schnee herumspazieren. Es war erstaunlich, wie nahe sie sich an uns Menschen herantrauten. Es ist schön ein Teil der dieser schönen Natur zu sein doch fühle ich mich, wie schon oben erwähnt, etwas hilflos, besonders was die Umweltprobleme betrifft, da ich das Gefühl habe, dass ich als kleines Individuum nichts ausrichten kann. Ich bin mit der Natur verbunden, da sie für mich lebensnotwendig ist.

Mittwoch, 26. März 2008

von Wetterphänomenen und nassen Füssen

„Diesen Auftrag“, dachte ich vor etwa eineinhalb Wochen, „ erfülle ich mit Vergnügen.“ Aber denkste. Fluchend öffnete ich am Karfreitag Morgen den Rolladen. Schnee!! Und zudem noch sehr viel davon... Also gut, gehen wir halt in den Schnee. Gut bestückt mit Hut, Winterjacke, Schal und vermeintlich dichten Schuhen wagte ich mich also raus in das kalte Weiss.
Kurzerhand spazierte ich Richtung Berg los. Anfangs gefielen mir Wind und Flockentanz überhaupt nicht. Aber das ist anscheinend Gewöhnungssache. Bald fühlte ich mich wohler und konnte auch die Aussicht geniessen. Doch was war das? Sargans – kein Schnee. Wangs – kein Schnee. Heiligkreuz – auch kein Schnee. Triesen, Balzers und sogar ein Teil von Mels – gänzlich ohne Schnee. Und ich stehe hier mitten in Schneegestöber! Schade, dass ich keine Fotokamera dabei hatte. Tatsächlich schneite es am Karfreitag nur an unserem Berghang. Der Schnee bildete einen weissen Halbkreis um den „Bergfuss“. Solch ein Phänomen habe ich in allen 20 Jahren, in denen ich in dieser Gegen herumstolpere, noch nie gesehen. Hier zeigt sich, dass die Natur immer für Überraschungen gut ist, nie haben wir alles entdeckt oder alles gesehen. Die Natur ist unberechenbar. Manchmal scheint mir sogar, dass sie mit uns Menschen ihre Spässe treibt. Das dachte ich zum Beispiel, als heute Morgen Schnee lag, ausgrechnet wenn ich mich in die Natur setzen wollte... oder als ich sah, dass es nur in unserer Gegend schneite, ausgerechnet da, wo ich spazierte. Und ich mag keinen Schnee.
Wir sind zwar ein Teil der Natur, wollen es aber allem Anschein nach nicht wahrhaben. Wir werden die Natur nie im Griff haben (ich verstehe auch nicht, warum wir das wollen), sondern viel mehr sie uns. Leider aber schaden wir der Natur immer mehr, vielleicht gerade, weil sie so unberechenbar ist? Jedenfalls stelle ich immer wieder von Neuem fest, dass ich mich in der Natur sehr wohl fühle. Leider gab es auch auf diesem Spaziergang störende „Menschengeräusche“, z.B. das Rauschen der Autobahn, den Krach von vorbeifahrenden Offroader (welche garantieren, dass man auf der schmalen Strasse bestimmt nicht mehr kreuzen kann und dass Fussgänger eine Matschdusche abbekommen), das Knattern einer Motorsäge usw.
(Übrigens: Weder Schuhe noch Jacke waren dicht. Die Schuhe habe ich schnurstracks weggeworfen. Schliesslich möchte ich das Abkühlen der Füsse im Wasser nach kneippscher Theorie ausschliesslich bewusst und im Sommer erleben!)

Dienstag, 25. März 2008

Schnee im Frühling

Da es vor Ostern ständig schlechtes Wetter war und ich daher nicht umbedingt das Bedürfnis verspürte, mich draussen aufzuhalten, verschob ich das Schreiben des Posts, in der Hoffnung auf eine Wetterbesserung. Ich hatte mir scho überlegt, was ich alles schreiben würde. Ganz sicher müsste das Pfeiffen der Vögel, die frische, warme Luft und mein wie immer im Frühling vorhandene Glücksgefühl beschrieben werden. Doch daraus wurde leider nichts. Noch immer stürmt, regnet oder schneit es draussen. Tja, nichts dagengen zu machen!

Um den Auftrag für diese Woche gewissenhaft erledigen zu können, musste ich wohl oder übel raus aus der warmen Stube. Ich packte mich ein in einen dicken Pullover, Strumpfhosen, eine Wollmütze, einen Schal und gefütterte Winterschuhe. Als Unterstüztung nahm ich noch meine Schwester und meine Mutter mit. Es war wirklich grausam kalt, doch immerhin schneite es, anstatt zu regnen, wie dies in den letzten Tagen der Fall war.
Obwohl wir normalerweise bei Spaziergängen über alles möglich sprechen, bat ich sie, für eine Weile still zu sein. Es war ein wuderschönes Gefühl. Von der sonst eher lärmenden Autobahn war nichts mehr zu hören. Die ganze Gegend war unglaublich leise. Nur das Knirrschen unserer Schuhe im Schnee war zu hören, sowie das leise Atmen meiner zwei Begleiterinnen. Die Berge und die Bäume im Wald waren bedeckt mit einer weissen Schicht. Es kam mir vor, als wäre über alles eine Schicht Puderzucker gestreut. Es bot sich mir ein Bild wie aus einem Bilderbuch. Ich fühlte mich wohl, glücklich und zufrieden und die zu Beginn des Spazierganges unangenehm empfundene Kälte war plötzlich wie weggeblasen. Ich spürte lediglich meine Hände, die zu einer warem Tasse Tee sicherlich nicht nein gesagt hätten und meine kalten Backen, die sich richtig frisch anfühlten.
Nach ungefähr einer Stunde kehrten wir nach Hause zurück. Im Haus war es unheimlich warm, fast zu heiss. Das war mir zuvor nicht aufgefallen. Meine Mutter machte uns einen heissen Punsch, mit dem wir uns wieder aufwärmten. Es war ein schöner Spaziergang gewesen. Aber trotzdem traure ich dem vor einigen Wochen schnell aufgetauchte Frühlingsanfang nach. Ich hoffe, er kommt bald zurück!!!

Freitag, 14. März 2008

Agenda 21

Ich fand den Artikel „Agenda 21“ sehr lang, jedoch spannend zu lesen. Ich konnte einige interessante Ideen gewinnen, die mit Primarschülerinnen und Primarschülern gut umzusetzen wären. Allerdings gab es auch einige Vorschläge, an deren Umsetzung ich eher zweifle. Welche Angebote und Empfehlungen mir gefallen und welche nicht, möchte ich jedoch später im Text aufzeigen. Zuerst möchte ich einige grundsätzliche Gedanken über die Agenda 21 loswerden.


Die Kinder verbringen einen grossen Teil ihrer Zeit in der Schule. Daher ist es eine zentrale Aufgabe der Schule, die Kinder für nachhaltiges Denken und Handeln zu sensibilisieren. Auch schon die Kleinsten können nachhaltiges Handeln lernen und begreifen, dass mit der Natur sorgfältig umgegangen werden muss. Je nach Stufe und Zeitpunkt müssen die Themen jedoch angepasst werden.

Folgende Punkte sind meiner Meinung nach im Unterricht gut umsetzbar:

- Fächerübergreifend unterrichten und das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten
- Projekte anbieten
- In reale Begegnungen investieren: z.B. eine Kerichtsverbrennungsanlage oder Abwasserreinigungsanlage besichtigen
- Das eigene Schulhaus oder das Zuhause auf seine Nachhaltigkeit überprüfen

Folgende Idee ist meiner Meinung nach eher weniger geeignet für die Primarstufe

- Auslandaufenthalt: Mit Schülerinnen und Schülern ins Ausland zu reisen finde ich eher eine Projektidee für die Oberstufe. Zudem ist eine Frage der Kosten.


Der Artikel hat aufgezeigt, dass man das nachhaltige Handeln der Kinder mit unterschiedlichen Methoden im Unterricht fördern kann. Manche Methoden sind anspruchsvoll und erfordern einen grossen Zeitaufwand oder weitere zusätzliche Ressourcen. Das alles sollte jedoch in Kauf genommen werden, da es nichts Schlimmeres gibt, als Agenda 21 Themen nur auf theoretischer Basis zu behandeln.

Unterrichtsumsetzungen mit Agenda 21

Mit grossem Interesse habe ich der Bericht zur Agenda 21 gelesen. Diese Agenda 21 beinhaltet sehr gute Ideen und ich finde es auch sehr gut, dass in der Schule damit begonnen wird. Die Schule verkörpert eine Vorbildfunktion nach aussen. Was die Schule macht, wird als gut oder schlecht gewertet. Wird die Agenda 21 im Unterricht integriert, wird dies mit Sicherheit von allen Seiten gutgeheissen, denn es ist höchste Zeit, dass etwas geändert wird.

Auch ich werde in meinen Unterricht versuchen, etwas zu bewegen. Der Bericht der Agenda 21 hat mir folgende Impulse gegeben:

Ich finde es sehr wichtig, dass die Kinder nicht immer nur im Schulzimmer sitzen, um zu lernen. Für mich ist es bedeutend, dass wir als Klasse auch rausgehen und die Thematik an realen Beispielen in der Natur oder an einer Ausstellung genauer unter die Lupe nehmen. Durch Realerfahrungen lernen die Kinder mit Abstand am meisten. Sie können sich dann ans Erlebte zurückerinnern und werden dementsprechend reagieren. Mit Erfahrungen sind Emotionen verbunden, welche die Erinnerungen hochleben lassen.
Wichtig finde ich auch die Organisation von Projekttagen oder -wochen. Mit solchen Durchführungen werden sich die Kinder bewusst, dass auch sie anderen Menschen helfen können und sie unterstützen.

Eine andere Sache, welche ich mit meinen Kindern bestimmt ausprobieren werde, ist der Kontakt mit gleichaltrigen Kinder von einem anderen Land. Dieses Lang sollte natürlich andere Lebensbedingungen aufweisen, als die Schweiz. Afrika eignet sich mit Sicherheit sehr gut dazu. Ich möchte mit diesen Kontakten den Kindern aufzeigen, dass es nicht alle Kinder so feudal haben, wie wir in der Schweiz. Durch gegenseitiges Erzählen lernen sie einander besser kennen und verstehen ihre verschiedenen Leben besser.

Themenkisten finde ich auch eine gute Idee. So können diese unter Lehrpersonen ausgetauscht und eventuell ergänzt werden. Ich denke aber, dass die Lehrpersonen auch heute schon vieles untereinander austauschen und deshalb steht dieser Vorschlag für mich nicht im Vordergrund.

Dienstag, 11. März 2008

Agenda 21 im Unterricht

Der Text von Otto Herz hat mir viele Impulse zur Umsetzung in der Schule gegeben, an welche ich zuvor noch gar nicht gedacht hatte. Hier auf meinem Post habe ich die zwei Ideen, welche ich am besten gefunden habe herausgepickt und erläutert.

Jedes schulische Fach hat im traditionellen Fachunterricht seinen thematischen Anker in den Agenda Thema. Ich finde die Idee des Zusammenstellens von Themenkisten sehr gut. So kann man fächerübergreifend und handlungsorientiert arbeiten und die Kiste kann auch an andere Lehrer weitergegeben, von welchen ich dann wiederum ihre Kiste erhalte. Das Thema kann aus unterschiedlichen Fachperspektiven beleuchtet und bearbeitet werden. Das gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die fachspezifische Methodik genauso kennen zu lernen wie die wirkliche Komplexität nahezu jeden Agenda – Themas.
Auch die Zusammenarbeit zwischen der Schule und ausserschulischen Partner finde ich sehr gut. Die Idee, dass man auch mit den Schülern einer Organisation wie Greenpeace oder Amnesty International beitreten kann ist mir noch gar nicht gekommen. Je mehr Mitglieder in einer solchen Organisation sind, umso mehr kann diese Organisation erreichen, auch wenn die Kinder vorerst vielleicht nur einen kleineren Beitrag dazu leisten können, können sie spätestens wenn sie älter sind noch mehr engagieren. Durch die Mitarbeit in den Organisationen wird den Kindern die Problematik bewusst gemacht und sie können sich wirklich dafür engagieren, was auch ihre Motivation positiv beeinflusst. Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen. Individuelle Wünsche und Interessen können mit der Pflicht sinnvoll vereinbart werden. Es ist der rechte Gebrauch der Kenntnisse, der den Gang der Geschichte bestimmt.
Diese Beiden Ideen finde ich sehr sinnvoll und ich denke, dass ich bei der Arbeit als Lehrperson besonders die Zusammenarbeit mit einem ausserschulischen Partner in betracht ziehen und damit arbeiten werde.

Umsetzung in der Schule

In jedem schulischen Fach kann irgendein Thema der Agenda 21 aufgegriffen werden. Mir ist es wichtig, dass den Kindern klar wird, dass das Thema Umwelt sehr zentral ist und nirgends augelassen werden kann. Deshalb soll es von vielen verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet werden und in das tägliche Leben der Kinder eingebettet werden.
Die Vorstellung, eine Projektwoche zu einem oder mehreren Themen Agenda 21, gefällt mir besonders gut. Die Agenda 21 soll im ganzen Schulhaus zu reden geben. Eine Projektwoche ist deshalb besonders geeignet, weil verschiedene Altersgruppen, verschiedene Kulturen und auch sonst ganz unterschiedliche Menschen daran beteiligt sind. Somit wird das Gemeinschaftsgefühl gefördert, denn nur zusammen kann man etwas erreichen („in gemeinsamer Hoffnung“).

Es ist auch wichtig, dass den Kindern vor allem die vier Punkte der Selbstverpflichtung beizubringen: 1. Ehrfrucht haben vor der Erde und allem Leben 2. Für die Gemeinschaft alles Lebendigen in seiner ganzen Vielfalt Sorge tragen 3. Danach streben, freie, gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche Gesellschaftsformen aufzubauen 4. Die Fülle und die Schönheit der Erde für die gegenwärtige und für die zukünftige Generation sichern.
Wenn alle Menschen diese vier Punkte ernst nehmen würden, sehe unsere Erde ganz anders aus. Diese Inhalte kann man aber nicht vermitteln, ohne dass man selber Vorbild ist. Ich finde es grundsätzlich etwas vom Wichtigsten, dass die Lehrperson in solchen Themen (und auch sonst) ein Vorbild ist. Auch alle anderen Lehrpersonen, die Schulleitung und alle Leute, welche mit dem Schulhaus zu tun haben sollen Vorbilder sein. Dazu gehört, wie marmel schon erwähnt hat, auch die ökologisch sinnvolle Art, das Schulhaus zu unterhalten (z.B. Sonnenkollektoren auf dem Dach)

Freitag, 7. März 2008

Neues Bewusstsein

Liebe Studierende

Heute habe ich alle Posts und Kommentare aus 4 Blogs gelesen:
Erstaunlich, was da an Erfahrungen, an selbstverständlich geleisteten Beiträgen zu einer nachhaltigen Entwicklung, an Entdeckungen aus den Massenmedien, an Gedanken über die Vernetzungen zusammengekommen ist! Ihr Blog enthält viele bemerkenswerte Beiträge.

Einige Entdeckungen meinerseits:
Mir scheint, dass diese 3 Wochen bei Ihnen bereits wichtige Bewusstseinsprozesse ausgelöst haben. (Ist dies richtig?)
Es ist ja nicht so, dass niemand etwas tut und alle im besten Fall nur davon reden, wie in Kommentaren anfänglich zu lesen war. Allerdings ist auch klar, dass wir in vielen Bereichen uns vieler Fakten und Zusammenhänge gar nicht bewusst sind oder dass wir einfach gedankenlos handeln oder in unsern Gewohnheiten gefangen sind.
Deshalb ist wohl das Erkennen all der Zusammenhänge so wichtig – und danach ein neues Bewusstsein und Handeln.

Die Gedanken im Aritikel „Wissen 2+; Fleiss: 6. Weshalb es uns gelingt, den Klimawandel zu verdrängen“ (bei den Materialien nach dem Film von Al Gore) sind äussert hilfreich, um zu verstehen, was bei und in uns Menschen da abläuft.
- Die Thematik ist im Alltag oft nicht mit Händen greifbar (CO2-Ausstoss ist nicht sichtbar; die Transportkosten rund um die Welt nicht angeschrieben usw.) und
- die Zusammenhänge sind komplex und die Folgen zeigen sich erst langfristig (Auftauen des Permafrostes, Abschmelzen des Polkappeneises, Reise eines T-Shirts, Globalisierung, ...),
- die Möglichkeiten zu Handeln sind nicht immer „auf der Hand“ liegend (obwohl eigentlich schon sehr vieles längst klar ist!).
- diese weltweite Aufgabe ist nur gemeinsam zu lösen, obwohl jeder einzelne Beitrag zählt und wichtig ist
Deshalb
- verdrängen wir alle wohl so rasch,
- blenden wir die „unbequeme Wirklichkeit / Wahrheit“ aus, wollen sie nicht wahr haben,
- verweisen wir darauf, was andere tun sollten (und die sollten ja auch „tun“, ihren Beitrag leisten und vieles liegt auch nicht (nur) in unseren Möglichkeiten)
- verweisen wir auf die höheren Kosten (auch wenn diese relativ gering sind im Vergleich zu den Kosten, die bei Untätigkeit in der Zukunft anfallen werden) und
- auf unsere Gewohnheiten und unsere Bequemlichkeit,
- ...

Dennoch stimmen mich die vielen positiven Gedanken und Ansätze, die ich in Ihren Texten gelesen habe, positiv. Sie, wir sind auf dem Weg zu einem neuen Bewusstsein. Dies wird auch unser Handeln verändern. Machen wir unsere nächsten Schritte, es lohnt sich – in vielerlei Hinsicht.

A. Müller
Was die Milch alles erlebt, bis bei mir in der Tasse landet

Das Thema Vernetzungen im Alltag ist so gross, da könnte man Bücher darüber schreiben. Alles hängt irgendwie miteinander zusammen. Ich entschied mich deshalb, meinen Post der Milch zu widmen. Grund dafür ist die Tatsache, dass ich diesem Nahrungsmittel täglich begegne. Jeden Morgen starte ich meinen Tag mit einem leckeren Milchkaffee und einer Schale Cornflakes, die nur halb so gut wären, ohne Milch. Noch nie habe ich so richtig gefragt, wie die Milch überhaupt in die Tasse kommt und wie viele Leute einen Job haben, um mir ein anständiges Frühstück zu servieren.

Nun der Anfang meiner kleinen Geschichte bringt mich in den Stall des Bauern Rudolf und seiner Lieblingskuh Rosi. Jeden Morgen um 5 Uhr steht Rudolf auf, um seine liebste Rosi zu melken. Damit Rosi überhaupt Milch gibt, braucht sie gesunde Nahrung. Diese besteht zum grössten Teil aus Gras oder Heu, aber auch aus gesundem Tierfutter von der Mühle. Auch in diesem Betrieb arbeiten wieder viele Menschen, auf die ich jedoch nicht genauer eingehen werde.
Natürlich erledigt der Bauer die Melkarbeit nicht mehr von Hand, sondern hat eine Melkmaschine, die auch von jemandem produziert werden muss. Die gewonnene Milch leert Bauer Rudolf in einen Tank und wartet, bis der Bote der naheliegenden Molkerei mit seinem Tankwagen vorbeikommt, um die Milch abzuholen. Somit sind auch Autofirmen in die Milchproduktion verwickelt. In der Molkerei wird die Milch gereinigt, mit Wärme behandelt, homogenisiert, abgefüllt oder weiter verarbeitet in andere leckere Produkte. Jetzt wird es Zeit, die Milch zu verpacken. Um in diese Fabrik zu gelangen, muss die Milch wieder auf einen Lastwagen geladen und dorthin transportiert werden. Auch für diesen Schritt braucht es wieder einige helfende Hände. Jetzt kommen die Ladenmitarbeiter zum Zug, die die Milchflaschen bestellen und die Milchpackungen/Milchflaschen in die Regale einräumen. Ja und ganz zum Schluss kassieren die Mitarbeiter das Geld für die Milch ein, damit ich sie mit nach Hause nehmen kann und meinen Milchkaffee geniessen kann
Was die Milch alles erlebt, bis bei mir in der Tasse landet

Das Thema Vernetzungen im Alltag ist so gross, da könnte man Bücher darüber schreiben. Alles hängt irgendwie miteinander zusammen. Ich entschied mich deshalb, meinen Post der Milch zu widmen. Grund dafür ist die Tatsache, dass ich diesem Nahrungsmittel täglich begegne. Jeden Morgen starte ich meinen Tag mit einem leckeren Milchkaffee und einer Schale Cornflakes, die nur halb so gut wären, ohne Milch. Noch nie habe ich so richtig gefragt, wie die Milch überhaupt in die Tasse kommt und wie viele Leute einen Job haben, um mir ein anständiges Frühstück zu servieren.

Nun der Anfang meiner kleinen Geschichte bringt mich in den Stall des Bauern Rudolf und seiner Lieblingskuh Rosi. Jeden Morgen um 5 Uhr steht Rudolf auf, um seine liebste Rosi zu melken. Damit Rosi überhaupt Milch gibt, braucht sie gesunde Nahrung. Diese besteht zum grössten Teil aus Gras oder Heu, aber auch aus gesundem Tierfutter von der Mühle. Auch in diesem Betrieb arbeiten wieder viele Menschen, auf die ich jedoch nicht genauer eingehen werde.
Natürlich erledigt der Bauer die Melkarbeit nicht mehr von Hand, sondern hat eine Melkmaschine, die auch von jemandem produziert werden muss. Die gewonnene Milch leert Bauer Rudolf in einen Tank und wartet, bis der Bote der naheliegenden Molkerei mit seinem Tankwagen vorbeikommt, um die Milch abzuholen. Somit sind auch Autofirmen in die Milchproduktion verwickelt. In der Molkerei wird die Milch gereinigt, mit Wärme behandelt, homogenisiert, abgefüllt oder weiter verarbeitet in andere leckere Produkte. Jetzt wird es Zeit, die Milch zu verpacken. Um in diese Fabrik zu gelangen, muss die Milch wieder auf einen Lastwagen geladen und dorthin transportiert werden. Auch für diesen Schritt braucht es wieder einige helfende Hände. Jetzt kommen die Ladenmitarbeiter zum Zug, die die Milchflaschen bestellen und die Milchpackungen/Milchflaschen in die Regale einräumen. Ja und ganz zum Schluss kassieren die Mitarbeiter das Geld für die Milch ein, damit ich sie mit nach Hause nehmen kann und meinen Milchkaffee geniessen kann

Mittwoch, 5. März 2008

Vernetzungen entdecken

Als ich den Auftrag las, kam mir zum Thema Vernetzung gleich ein Fernsehbericht von der Sendung mit der Maus in den Sinn (ich weiss, dass ich zuviel fernsehe). Dort zeigten sie wie ein Fussball entsteht. Okay vielleicht denkt ihr jetzt Ein Fussball ist nicht so wichtig wie etwas zu essen, doch finde ich, dass uns gar nicht richtig bewusst ist, welche Schritte nötig sind um so ein rundes Leder herzustellen. Wir können den Ball im Laden kaufen und dann hört es auch schon auf mit unserem Wissen. Da ich gelegentlich selber in einer Fussballmannschaft mitkicke habe ich mir gedacht, dass ich mich genauer über die Entstehung des Fussballes informiere.

Zuerst wird auf eine Lage Schaumstoff eine Lage längsgestreiftes Gewebe gelegt, und beides wird mit Latexkleber zusammengeklebt. Darüber kommt noch eine Lage längsgestreiftes Gewebe. Dieses Gewebe sieht aus wie Stoff, und auch diese Lage wird aufgeklebt. Danach kommt noch eine weitere Lage Gewebe, diesmal quergestreiftes. Jetzt kleben schon vier Schichten übereinander, die zum Trocknen weggelegt werden. Eine weiße Kunststofffolie wird eingeleimt - natürlich wieder mit Latexkleber. Auch die Folie wird zum Trocknen weggelegt, und zwar in einen Trockenraum. Dort bleiben alle Folien über Nacht. Am nächsten Morgen werden die Kunststofffolie und die vier anderen Schichten zusammengelegt. Sie werden ganz glatt gestrichen, und dann kommt das Ganze in eine Presse. Diese Presse ist warm, dadurch klebt alles noch besser aufeinander. Und durch den Druck der Presse sind die Schichten schließlich untrennbar miteinander verbunden. Jetzt müssen die Kanten sorgfältig abgeschnitten werden. Das ist wichtig für den danach folgenden Arbeitsschritt:Die Folie wird nämlich bedruckt. Dazu müssen die gerade abgeschnittenen Kanten ganz genau angepasst werden. Dann wird die Folie durch eine Maschine gezogen und bedruckt. Nun wird der Arbeitsplatz gewechselt, die Folien kommen zu einer hydraulischen Stanze. Diese Stanze stanzt dann lauter verschiedene Sechsecke aus. Diese Sechsecke nennt man Panels. Manche Panels bekommen in dieser ein Loch. Dadurch wird der Fußball später aufgepumpt. Natürlich braucht jeder Fussball nur ein Panel mit Loch, der Rest des Fussballes besteht aus 19 sechseckigen Panels, 12 fünfeckigen Panels und einem sechseckigen Panel mit Loch. Und dann geht es auf eine weite Reise: nach Had-el-Gharbia. Das liegt in Marokko in Nordafrika. Dort werden die verschiedenen Teile von armen Arbeitern mit einem Garn zusammengenäht. Der Arbeiter benötigt für einen Fussball etwa 1000 Stiche!! Die Panels werden mit der schönen Seite nach innen zugenäht, dann wird der Ball auf ein Stock gestülpt und der ganze Fussball wird umgedreht und auch das letzte Pannel wird eingeklebt. Auf das Panel wird Leim gestrichen, der ein bisschen antrocknen muss. Auf den Leim wird dann die sogenannte Blase geklebt. Das ist die Gummischicht im Fußball, in die später die Luft hineingepumpt wird. Damit die Löcher auch ganz genau übereinander stehen. Nachdem die letzte Naht angenäht wurde fliegen die Bäller wieder zurück zu uns, werden hier aufgepummt und verkauft.

Die Bälle müssen also zuerst von der Schweiz / Deutschland etc. nach Marokko fliegen, damit sie dort von billigeren Arbeitskräften zusammengenäht werden. Hinter der Herstellung eines Fussballes steckt viel Arbeit, Schweiss und Müh, da er aus so vielen verschiedenen Teilen zusammengenäht wird. Wenn man bedenkt, dass er später einmal von allen grob weggekickt und nicht gerne in der eigenen Spielfeldhälfte gesehen wird, ein riiiesengrosser Aufwand ;)!

Vernetzungen meines Tees

Eben sitze ich an meinem Morgentee und überlege, was eigentlich alles dahintersteckt, dass ich heute Morgen meinen Teebeutel in der Tasse vorfand, Zucker schon drin. Natürlich habe ich ein nettes Mami, welches mir Zucker und Beutel immer in die Tasse gibt, wenn ich später als sie aufstehen muss. Aber sie ist lange nicht die einzige, welche in meinen Tee verwickelt ist.
Als erstes: Woher kommt der aromatische Lipton-Schwarztee in meinem Teebeutel? Die Geschichte meines Tees beginnt in China. Seit 1890 stellt Lipton Qualitätstee her, welcher hauptsächlich in Asien angebaut wird. Dort hat es viele Leute, welche für meinen Tee gearbeitet haben. Nämlich die, welche den Tee angepflanzt haben, die, welche die Pflanzen tränken, die, welche den Tee sorgfältig pflücken, die, welche den Tee zur Verladung transportieren, die, welche den Tee verpacken und verladen und schliesslich all jene, welche mit dem Transport des Tees in die Schweiz zu tun haben. Dann kommt mein Mami wieder ins Spiel, denn sie geht den Tee einkaufen. Mein Vater hat das Wasser (mit dem Wasserkocher! Strom von Solarmodulen aus Österreich mit Gleichrichter aus Japan) gesiedet. Zuletzt wäre da auch noch Mr. William Sullivan, ein Teehändler aus New York. Der hat nämlich 1908 den Teebeutel erfunden. Nicht schlecht.. (http://www.lipton.ch/)

Weitere Gedanken könnte ich mir zu meinem Biorohrzucker machen, welcher meinen Tee versüsst. Dieser kommt nämlich aus einem grossen Gras, welches hauptsächlich in Brasilien, Kuba, Südafrika, USA und Australien angebaut wird. Da braucht es Leute, welche ihn ernten, ihn transportieren, pressen (wo auch immer), verpacken, verladen und nach Europa transportieren. Armes Mami muss immer viel Zucker schleppen.
Auch die Milch ist schwer nach Hause zu tragen. Diese gehört nämlich fest in meinen Tee. Und bei dieser überlege ich jetzt schon gar nicht mehr, wie die von der Kuh in meine Tasse kommt. Das würde den Rahmen sprengen.

Dienstag, 4. März 2008

Meine Vernetzungen

Als ich den Wochenauftrag gelesen habe, ist mir sofort mein Frühstück in den Sinn gekommen. Ich esse jeden Morgen ein Stück Brot mit Butter und Konfitüre.

Ich möchte mir einige Gedanken zum Brot machen.

Heute morgen habe ich ein Stück Säntisbrot gegessen. Dieses hat meine Mutter in der Migros gekaut. Was braucht es aber alles, bis das Brot über den Ladentisch geht? Zuerst säen Bauern die verschiedenen Körner auf ihren Feldern. Nach intensiver Pflege, schneidet der Bauer mit seinen Gehilfen das Korn ab und bringt es in die Mühle. Dort durchläuft das Korn verschiedenste Prozesse, bis es als Mehl aus der Maschine kommt. Der Müller mit seinen Mitarbeitern ist dafür verantwortlich. Ein weiterer Mitarbeiter muss das Mehl in Säcke abfüllen und diese dann ins Lager stellen oder direkt in einen Lastwagen füllen Ein Lastwagenchauffeur transportiert die schweren Säcke von der Mühle direkt zum Bäcker. Der Bäcker muss zuerst natürlich noch die Anzahl Säcke bei der Sekretärin der Mühle X bestellen. Sind die Mehlsäcke dann endlich bei der Bäckerei angekommen, müssen sie wiederum abgeladen werden. Ist der Mehlsack in der Backstube gelandet, nimmt der Bäcker oder ein Lehrling das Mehl in die Hand und gibt es in eine Schüssel. Danach werden noch Wasser, Salz und Hefe beigefügt und die Maschine knetet das Ganze. Danach wird die Teigmasse zu einer Form geknetet und in den Ofen geschoben. Nach einiger Zeit wird das Brot aus dem Ofen genommen und die Bäckereiangestellte füllt die Brote in die verschiedenen Verkaufsgestelle. Als meine Mutter das Brot gekauft hat, wurde sie von einer Frau bedient. Meine Mutter hat das Brot nach Hause gebracht und so ist es in meine Hände gekommen.

Während dem Schreiben ist mir bewusst geworden, dass unsere Nahrungsmittel durch sehr viele Hände gegeben werden, bevor wir sie genüsslich verzehren. In der heutigen Gesellschaft überlegen wir uns überhaupt nicht mehr, wover sie kommen und was sie schon alles "erlebt" haben. Die Arbeit dahinter wird völlig vergessen und überhaupt nicht mehr geschätz.

Donnerstag, 28. Februar 2008

"nachhaltige Entwicklung" in den Medien

Um in den Medien Beiträge zu unserem Thema zu finden, muss man nicht lange suchen. Vor allem das Thema Umwelt ist sehr stark vertreten und scheint eine zentrale Rolle zu spielen, obwohl man davon konkret nicht so viel merkt.

Im Sarganserländer vom 27. Februar habe ich gelesen, dass in China einer der grössten Flüsse am versiegen ist oder eigentlich schon so gut wie versiegt ist. Der Fluss wird „Gelber Fluss“ genannt und war einst ein wilder Strom, welcher sehr oft über seine Ufer getreten ist. Damals machte der Fluss den Chinesen auf diese Weise Sorgen und jetzt, weil er austrocknet. Freiwillige versuchen den Fluss zu retten, indem sie Müll im und um das Bachbett einsammeln. Viele Chinesen sind auf den Fluss angewiesen.

Gleich neben diesem Artikel steht der Titel „Schweizer Dinkel für die Arche Noah“. Dieser Beitrag wurde schon kommentiert. Es geht um eine Saatgutbank auf der Insel Spitzbergen. Dort soll eine unglaubliche Sammlung von Samengut zusammenkommen, um dann im Eis gelagert zu werden. So überdauern diese Arten schwerste Katastrophen und können immer wieder genutzt werden. Die Menschen scheinen sich aufs Schlimmste vorzubereiten.

Heute habe ich eine hübsche britische Idee im Sarganserländer entdeckt. Am Samstag ist der 29. Februar und die Briten finden, dass dieser Tag ein Geschenk sei. Deshalb hat die gemeinnützige Organisation National Trust eine Checkliste herausgegeben, was man an diesem Tag alles machen könnte. Z.B. eine Energiesparlampe einschrauben, einen Baum pflanzen, einen Komposthaufen anlegen, ein Fenster abdichten, den Gefrierschrank abtauen, usw. Wer nichts von alledem macht, muss aber nicht mit Konsequenzen rechnen.

Medien haben einen grossen Einfluss auf die Menschen, deshalb finde ich es auch gut, dass man dort vieles zum Thema „nachhaltige Entwicklung“ findet. Es sollten viel mehr Aktionen stattfinden, welche über die Medien bekanntgegeben werden, wie z.B. autofreie Sonntage.

Präsenz der nachhaltigen Entwicklung in den Medien

Als ich diesen Auftrag am Montag gelesen habe, habe ich mich gefragt, ob ich da wirklich etwas über nachhaltige Entwicklung in den Zeitungen oder im Fernsehen finde. Ich lese regelmässig Zeitung und schaue oft die Tagesschau, aber wirklich darauf geachtet habe ich nie und deshalb war ich sehr überrascht, dass praktisch in jeder Zeitung etwas darüber berichtet wird.

In der Migros-Zeitung vom 25.Februar konnte ich nachlesen, dass Autos, welche älter als 10Jahre sind, die schlimmsten Luftverschmutzer sind. Die alten "Rocheln" stossen bedeutend mehr CO-2 aus, als neuere Autos. Aber wer verkauft sein Auto schon freiwillig nach 10Jahren, wenn es noch einwandfrei fährt? Einige tauschen ihr altes Auto gegen ein neues ein oder verkaufen die alten Kisten an ein Exporthändler, welcher das Auto dann zum Beispiel nach Nigera exportiert. Diese Autos belasten dann die Umwelt dort weiter. Wer also konsequent ist und es finanziell verschmerzen kann, bringt sein Auto am besten direkt zum Autoverwerter oder lässt es abholen. Für eine umweltgerechte Entsorgung bieten in der Schweiz fast 30 Autoverwerter gewähr. Die Entsorgungsgebühr beträgt 200Fr.

Weiter konnte ich in der Migros-Zeitung lesen, dass der Umweltschutzgedanke die Autohersteller immer mehr in die Pflicht nimmt. Die Neuwagen müssen laut den EU-Richtlinien zu 85% rezyklinierbar sein. Geplant ist für 2015, dass sogar 95% rezyklinierbar sein müssen.

In der Zeitung 20Minuten konnte ich gestern nachlesen, dass auf den Spitzbergen eine "Arche Noah" für Nutzpflanzen eröffnet wurde. Eingefroren wurden Samen von mehr als vier Millionen Pflanzen wie Reis, Mais, Bohnen und Kartoffeln. Auch die Schweiz soll sich laut 20Minuten daran beteiligt haben. Das Ziel ist es, dass die Artenvielfalt so die Katastrophen und drastischen Klimaveränderungen überstehen soll.

Mittwoch, 27. Februar 2008

Präsenz der nachhaltigen Entwicklung in den Medien

Überraschenderweise fand ich einige Artikel und Fernsehbeiträge zu diesem Thema.
Das erste, was ich im Fernsehen über nachhaltige Entwicklung hörte, war ein Beitrag über die Errichtung einer Pflanzensamenbank in Spitzbergen. In drei Berghöhlen sollen hier bei Dauerfrost die Keime von mehr als vier Millionen Pflanzen wie Reis, Mais, Bohnen und Kartoffeln gesammelt, eingefroren und für die Zukunft gesichert werden. Mit dieser Reserve sollen die Menschen nach möglichen Katastrophen durch Klimaänderungen, Kriege, Epidemien oder anderen Problemen wieder neue Keime aller existierenden Nutzpflanzen anbauen können. Der gefrorenen Garten Eden, wie diese Anlage auch genannt wird, ist ein Symbol dafür, dass die Artenvielfalt der Welt auch für zukünftige Generationen bewahren werden können. Gekostet hat dieses Unterfangen ca. 6.3 Millionen Euro.

Den nächsten Artikle zu diesem Thema fand ich auf der Startseite des gmx-accounts. Es handelt sich dabei um das bereits öfters besprochenen Problem der Gletscherschmelze. Der Klimawandel hat die Gletscher der europäischen Alpen um etwa zwei Drittel ihres ursprünglichen Umfangs schmelzen lassen. Errschreckend ist, dass die Alpengletscher zwischen 1850 und 1975 um etwa die Hälfte schmelzten, zwischen 1975 und 2000 nochmals um etwa ein Viertel ihrer noch verbliebenen Ausdehnung und zwischen 2000 und 2005 abermals um zehn bis 15 Prozent. Folgen dieser Entwicklung sind Rückgang der Artenvielfalt, Anstieg der Meeresspiegel, Versauerung der Ozeane, Zunahme von Wirbelstürmen, etc.

Ein letzter Beitrag widmede sich der Abholzung des Regenwaldes. 65% der Wälder wurden bis jetzt schon abgeholzt oder verbrannt. Meistens wird das Holz für die Herstellung von Papier oder von Öl, dass für Kosemtikartikle gebraucht wird, verwendet. Schlimm ist vor allem, dass durch diese Abholzung der Regenwälder der Lebensraum von vielen Tiere zerstört wird (bei diesem Beitrag wurden speziell die Orang Utans erwähnt). Nun versuchen Umweltschützer Teile der abgeholzten Gebiete neu zu bepflanzen, um die Affen vor ihrem Aussterben zu schützen.

Wie schon zu Beginn des Textes erwähnt wurde, war ich überrascht, wie viele Beiträge zu diesem Thema zu finden sind. Nachhaltige Zukunft ist unumstritten ein zentrales Problem in unserer Gesellschaft. Immer wieder wird über die Problematik berichtet und trotzdem ändert sich nichts.

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Hollywoodstars sehen grün??

Als ich mich in den letzten Tagen durch das Fernsehprogramm zappte, blieb ich bei einer Sendung über die Hollywoodstars hängen. Und wie es der Zufall so will, wurde berichtet, dass die Promis sehr beeindruckt waren, als sie den Film „An Inconvenient Truth“ gesehen hatten. Durch den Film hat man jetzt in Hollywood, Kalifornien, dem Land der Hummer-Fahrer und Privat-Jets, die Liebe zur Umwelt entdeckt. Sogar der erste Mann im Staat, Arnold Schwarzenegger, drängt zu landesweite Klimaschutzmaßnahmen. Der Sonnenschein-Bundesstaat kann mit Recht als Vorbild genannt werden, immerhin wird mehr als die Hälfte des Mülls wiederverwertet. Immer mehr Autos werden auf klimafreundliche Motoren umgerüstet. Sogar Schwarzenegger hat seinen Hummer auf Wasserstoffantrieb und Biokraftstoff umgestellt. Regisseur Steven Spielberg fuhr standesgemäß mit dem Elektroauto zur Oscar-Verleihung, die selbst ganz im Zeichen des grünen Daumens stand. "Wir nutzen das Oscar-Rampenlicht, um der Welt zu erzählen, dass wir mehr saubere Autos und umweltfreundliche Häuser produzieren müssen", so Stars wie Susan Sarandon und Harrison Ford. Auch Julia Roberts wirbt für alternative Brennstoffe: Sie ist prominente Fürsprecherin der Firma „Earth Biofuels" und Leonardo DiCaprio rief sogar die „Leonardo DiCaprio Foundation“ ins Leben, um das Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen (das geschah allerdings schon vor dem Film „An Inconvenient Truth“). Der Oscar-Preisträger Robin Williams beteiligt sich mit kleinen Dingen am Umweltschutz. "Ich trenne meinen Müll, benutze keine Sprays und fahre, so oft es geht, mit dem Fahrrad". "Eine unbequeme Wahrheit", zeige, dass schon kleine Schritte helfen, erläuterte Williams. Schauspieler Edward Norton, Verfechter von Solarenergie, hat gleich mit dem Ölmulti BP eine Kooperation abgeschlossen: Für jeden Hollywood-Promi , der sich Solarzellen auf sein Dach montieren lässt, spendet der Konzern einer sozial schwachen Familie die gleich Summe. Architektur-Fan Brad Pitt setzt sich für umweltfreundliches Bauen ein - auch in seiner neuen Heimatstadt New Orleans.

Ex-Präsidentschaftskandidat Al Gore hat für seinen Umweltfilm "Eine unbequeme Wahrheit" sogar den Oscar bekommen. In seinem Film plädiert er an die Menschheit endlich umweltbewusster zu werden und die globale Erderwärmung zu stoppen. Doch was einen dann doch stutzig macht ist die Tatsache, dass sein Privathaus zwanzig Mal soviel Energie verbraucht wie ein US-Durchschnittshaushalt.
However – Nobody is perfect! Ich finde es nur schon super, dass er mit seinem Film die Menschheit wachrütteln konnte.

Das Umweltbewusstsein scheint in Hollywood zu einer wahren „Modeerscheinung“ geworden zu sein. Vielen Stars bringt die Tatsache, dass sie zum Beispiel mit Solarenergie heizen, jede Menge gute Publicity! Ich will das hier aber nicht kritisieren, denn egal aus welchen Beweggründen die Stars beschliessen umweltbewusster zu leben, können sie durch ihren Einsatz viel für unsere Umwelt tun. Denn die Stars verfügen mit ihrem hohen Bekanntheitsgrad oft auch über eine Vorbildfunktion und so wird auch der Ottonormalverbraucher dazu angeregt umweltbewusster zu handeln, zumindest bei kleineren Angelegenheiten und soweit sein Budget das zulässt.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Nachhaltige Zukunft in meinem Alltag

Als ich den Auftrag für diese Woche durchlas, war mein erster Gedanke: Was soll ich da nur schreiben? Was machen wir zu Hause schon für eine nachhaltige Zukunft?
Doch jetzt scheint es mir, dass unsere Familie gar nicht mal so ein schlechtes Vorbild ist.
Wir trennen alle unsere Abfälle peinlichst genau und haben auch einen Kompost für die Küchenabfälle, die wir manchmal aber auch an unsere Nachbarn weitergeben für deren Schweine. Alle elektronischen Geräte schalten wir aus, bis auf meine Nachttischlampe, die ist immer auf Standby (Niemand ist perfekt). Weiter sparen wir beim Heizen. Unsere Heizung wird erst aktiviert, wenn draussen eine bestimmte Temperatur gemessen wird. Allerdings beheizen wir nur Küche, Wohnzimmer und Bad, alle Schlafzimmer werden nicht geheizt. Ein lezter positiver Aspekt ist die Wahl der eingekauften Lebensmittel. Wir hegen und pflegen selber einen ziemlich grossen Garten, und brauchen deshabl nicht so viel Gemüse und Früchte zu kaufen. Falls aber doch, schauen wir darauf, dass das Gekaufte saisongerecht und aus unserer Region kommt.
Ich muss schon sagen, da kommt einiges zusammen!:) Allerdings gibt es aber auch eher negative Punkte, betreffend nachhaltige Zukunft. Wir sind alle ziemliche Geniesser und nehmen daher gerne mal ein heisses Bad. Auch sind wir was unsere Toilettenspühlung betrifft, nicht sehr fortschrittlich. Sparspühlungen sind bei uns noch nicht eingebaut, was aber nicht heisst, dass es nicht noch kommen könnte. Ein letzter negativer Aspekt ist die Tatsache, dass unsere Familie zwei Autos besitzt. Wir Kinder fahren zwar immer noch mit dem Zug zur Arbeit, aber sobald wir zu Hause sind, benützen auch wir ganz gerne das Auto, obwohl wir alle Fahrräder hätten.

Ich denke, dass uns allen die Umwelt etwas bedeutet. Dennoch sind wir zu bequem auf Luxus wie beispielsweise das Auto zu verzichten. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt. Zudem steckt wahrscheinlich in jedem von uns ein kleiner Homo Ökonomikus, auch wenn wir es nur ungerne zugeben.

Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld

Dieses Thema ist in der heutigen Zeit ein sehr aktuelles Thema und wird auch in der näheren Zukunft noch sehr an Gewicht gewinnen, da sich die Erde beginnt gegen unsere Ignoranz zu wehren.

Als ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, konnte ich erfreulicherweise feststellen, dass bei mir zu Hause sehr darauf geachtet wird. So haben wir eine Wärmepumpe zu Hause, welche wir auch sehr sparsam einsetzen. Ausserdem ist in unseren Toiletten einen WC-WasserStop eingebaut. Der Einsatz des WC-WasserStop reduziert den Wasserverbrauch der Toilette um ca. 50% durch Dosierbetrieb. Die Spülwassermenge kann durch die Dauer des Hebeldrucks geregelt werden. So werden zum Wegspülen von Urin statt 9 Liter nur noch 3 Liter kostbares Trinkwasser verbraucht. Was meinen Eltern auch sehr wichtig ist, ist die Abfalltrennung. Besonders mein Vater hat mir von klein auf eingebläut, wie wichtig es ist das Papier in dem Altpapierbehälter zu entsorgen anstatt ihn einfach in den normalen Abfall zu werfen. Auch Petflaschen, Karton, Büchsen und Dosen haben nichts im normalen Abfall zu suchen. Für die Essensresten haben wir einen Komposthaufen im Garten, wo unsere Essensreste sie und dann später zum düngen verwendet werden.
Meine Mutter achtet auch bei dem Einkauf von Essen, dass sie saisongerechte Produkte einkauft. Bei uns gibt es im Winter so gut wie nie Früchte und Gemüse, welche nicht bei uns gewachsen sind.

Natürlich gibt es Dinge welche verbessert werden können. Besonders mir fehlt es oft noch an der Disziplin. So stehe ich häufig viel zu lange unter der Dusche oder gönne mir auch manchmal ein paar Lebensmittel, auf welche im Winter eher verzichtet werden sollte. Etwas, das ich jetzt umstellen werde ist die Benutzung von Spraydeos, da die Deos ohne Gas die gleiche Wirkung haben und einen besseren Einfluss auf unsere Umwelt.

Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht und ich weder versuchen von jetzt an mehr auf meine Umwelt zu achten. Man kann nämlich schon sagen, dass ein Individuum alleine nichts gegen die ganzen Umweltprobleme ausrichten kann, jedoch wird wenn alle so denken nie etwas dagegen getan werden. Es ist klar, dass man sich machtlos fühlt, da wir nur einen sehr kleinen Beitrag leisten können, doch jeder noch so kleine Beitrag kann zur Verbesserung der Situation beitragen.

Dienstag, 19. Februar 2008

Elemente nachhaltiger Enwicklung in meinem Umfeld

Gerade in letzter Zeit habe ich mir vermehrt Gedanken über Bereiche „nachhaltiger Entwicklung“ gemacht. In allen Medien und in allen angesetzten „Krisensitzungen“ (z.B. WEF) sind die Themen Ressourcenknappheit, Energieprobleme, Umweltschutz, Luftverschmutzung, usw. präsent. Alle machen sich Gedanken und doch möchte niemand handeln.

Deshalb bin ich irgendwie auch stolz darauf, dass ich hier ein sehr positives Beispiel aus meinem Umfeld nennen kann. Unser Haus (im schönen Mels) ist seit einiger Zeit nicht nur mit einer Wärmepumpe anstatt mit einer Ölheizung ausgerüstet, sondern hat auch schöne Photovoltaik-Zellen auf dem Dach. Diese unterstützen unseren Stromhaushalt, weil ganz ohne Energie geht’s halt doch nicht. Die Wärmepumpe frisst viel Strom. Meiner Meinung nach jedoch besser als Luftverschmutzung und unsinniger Ölverbrauch.
Wir werden unsere Anlagen in Zukunft noch verbessern, so folgt doch im Frühling die Installation von Sonnenkollektoren, damit das warme Wasser für die Dusche noch lange garantiert ist.
Auch gibt sich meine Familie (und ich auch) Mühe, andere alltägliche Dinge möglichst umweltgerecht zu verrichten. Licht immer löschen wenn es nicht mehr benötigt wird, im Winter Rollläden früh herunterkurbeln, kein Gerät auf Standby, Abfalltrennung, Produkte aus der Region zeigen, Sparlampen, keine warmen Reste in den Kühlschrank, Wasserkocher verwenden, usw.

Es gibt somit im Alltag viele positive Elemente nachhaltiger Entwicklung, da ich viele andere Menschen kenne, welche das genauso handhaben wie wir. Aber leider gibt es auch schwarze Schafe. Damit meine ich z.B. Offroader-Fahrer, faule Menschen welche nicht auf ihr Auto verzichten können, Leute, die gerne übers Wochenende mal schnell nach Miami fliegen, Leute welche Abfälle dort liegen lassen, wo sie nicht hingehören, Leute die nicht genug Geld für die Gebührenkerrichtsäcke zu haben scheinen und Abfälle im Schwedenofen verbrutzeln, usw.

Es scheint mir, dass das momentane Umwelt-, Ressourcen- und Energieproblem nur gelöst oder verringert werden kann, wenn alle mithelfen. Es fängt, wie so vieles, im Kleinen an. Und da ist es ganz wichtig, dass man mit sich selber streng ist und nicht denkt „dieses eine Mal macht es ja nichts“ oder „die andern tun es ja auch“ oder „auf das kommt es jetzt auch nicht mehr an“. Der blaue Planet liegt mir sehr am Herzen und ich möchte mich auch für ihn einsetzen. So tue ich für ihn, was in meiner kleinen Welt möglich ist.

Nachhaltige Entwicklung in meinem Umfeld

Wenn ich über mein Umfeld und mich genauer nachdenke, finde ich einige Dinge, welche mir positiv auffallen. Mein Grossvater besitzt ein Misthaufen, dort entsorgen wir jeweils den Dreck unserer Kaninchen. Diesen Dreck verwenden wir dann jeweils wieder zum Düngen der Gartenerde und für Grossvater's grosse Wiese. So vermischen wir dann jeweils den Dreck mit der Erde, was den Blumen-, Gemüse und Salatsetzlingen sehr gut tut. Weiter stehen in unserem Garten zwei riesige Plastikbehälter, welche das Regenwasser auffangen und meine Mutter dieses Wasser zum Giessen der Blumen benötigt. So können wir die Regenmenge gratis wieder-verwenden.

Mein Grossvater hat zudem noch zwei Kompostbehälter, in welche wir jeweils unsere Essensresten bringen. Früher hatte er noch Schweine und dann haben wir unsere Resten ihnen verfüttert. Diese Kompostbehälter finde ich eine super Idee, da die Essensresten so nicht einfach im Abfall landen, sondern natürlich entsorgt werden.

Mein Vater hat im Haus verschiedenste Energiesparlampen installiert. Zu Beginn war es etwas gewöhnungsbedürftig, aber jetzt habe ich mich daran gewöhnt und ich sehe keinen Unterschied mehr. Zu guter letzt trennen wir unseren Abfall. Zeitungen, Werbeplakate oder Papier landen auf dem Altpapierstapel, Sträucher und Äste werden der Grünabfuhrt mitgegeben, Dosen und PET-Flaschen im Coop entsorgt und auch Batterien werden artgerecht an ihre Sammelstellen gebracht.

Defizite sehe ich vor allem im Bereich des Wasserverbrauchs. Dort könnte sicherlich gespart werden. Zum Einschamponieren der Haare kann die Dusche abgestellt werden. Weiter denke ich, dass ich den Fernseher öfters abstellen könnte, wenn ich das Wohnzimmer verlasse und für einige Zeit nicht mehr zurückkehre. Wenn ich so darüber nachdenke, merke ich, dass ich dies ändern kann. Das sind kleine Dinge, welche ich ohne Probleme ändern kann. Wieso habe ich das früher nicht gemacht oder nicht früher damit begonnen? Ich denke, dass ist auch auf Bequemlichkeit zurückzuführen. Da mir das jetzt besser bewusst geworden ist, werde ich gezielt darauf Achten.

Montag, 18. Februar 2008

Blog eröffnet ;)

Soo i well eu do härzlich bi üsrem Blog wilkomma heissa =)! Uf viel fliessigs posting!
Liabs Grüassli euri AdministratorIN ;)