Da es vor Ostern ständig schlechtes Wetter war und ich daher nicht umbedingt das Bedürfnis verspürte, mich draussen aufzuhalten, verschob ich das Schreiben des Posts, in der Hoffnung auf eine Wetterbesserung. Ich hatte mir scho überlegt, was ich alles schreiben würde. Ganz sicher müsste das Pfeiffen der Vögel, die frische, warme Luft und mein wie immer im Frühling vorhandene Glücksgefühl beschrieben werden. Doch daraus wurde leider nichts. Noch immer stürmt, regnet oder schneit es draussen. Tja, nichts dagengen zu machen!
Um den Auftrag für diese Woche gewissenhaft erledigen zu können, musste ich wohl oder übel raus aus der warmen Stube. Ich packte mich ein in einen dicken Pullover, Strumpfhosen, eine Wollmütze, einen Schal und gefütterte Winterschuhe. Als Unterstüztung nahm ich noch meine Schwester und meine Mutter mit. Es war wirklich grausam kalt, doch immerhin schneite es, anstatt zu regnen, wie dies in den letzten Tagen der Fall war.
Obwohl wir normalerweise bei Spaziergängen über alles möglich sprechen, bat ich sie, für eine Weile still zu sein. Es war ein wuderschönes Gefühl. Von der sonst eher lärmenden Autobahn war nichts mehr zu hören. Die ganze Gegend war unglaublich leise. Nur das Knirrschen unserer Schuhe im Schnee war zu hören, sowie das leise Atmen meiner zwei Begleiterinnen. Die Berge und die Bäume im Wald waren bedeckt mit einer weissen Schicht. Es kam mir vor, als wäre über alles eine Schicht Puderzucker gestreut. Es bot sich mir ein Bild wie aus einem Bilderbuch. Ich fühlte mich wohl, glücklich und zufrieden und die zu Beginn des Spazierganges unangenehm empfundene Kälte war plötzlich wie weggeblasen. Ich spürte lediglich meine Hände, die zu einer warem Tasse Tee sicherlich nicht nein gesagt hätten und meine kalten Backen, die sich richtig frisch anfühlten.
Nach ungefähr einer Stunde kehrten wir nach Hause zurück. Im Haus war es unheimlich warm, fast zu heiss. Das war mir zuvor nicht aufgefallen. Meine Mutter machte uns einen heissen Punsch, mit dem wir uns wieder aufwärmten. Es war ein schöner Spaziergang gewesen. Aber trotzdem traure ich dem vor einigen Wochen schnell aufgetauchte Frühlingsanfang nach. Ich hoffe, er kommt bald zurück!!!
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2 Kommentare:
Hallo Steffi
Dein Post zeigt, dass du die Natur trotz Schnee geniessen konntest. Ich finde das sehr schön, da ich den Frühlings-Schnee auch ähnlich empfinde wie du. Natürlich wären mir blühende Blumen, pfeifende Vögel und tanzende Schmetterlinge lieber, doch irgendwie bin ich froh um den Schnee. Er zeigt mir, dass wir in der Schweiz doch noch "normales" Wetter haben können und zudem können wir Wasser gut gebrauchen.
Auch ich trauere dem Frühling zurück, der eigentlich schon angefangen hat.
Als wir am letzen Sonntag mit der ganzen Familie essen gingen, kam ich mir vor wie beim Weihnachtsessen und nicht beim Osteressen.
Mir fällt auf, dass es in den letzten Jahren immer häufiger vorkommt, dass der Winter sehr spät, also im März oder April noch ein einmal zurückkehrt.
von Martina Gstöhl
LG 05 Df
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