Hollywoodstars sehen grün??
Als ich mich in den letzten Tagen durch das Fernsehprogramm zappte, blieb ich bei einer Sendung über die Hollywoodstars hängen. Und wie es der Zufall so will, wurde berichtet, dass die Promis sehr beeindruckt waren, als sie den Film „An Inconvenient Truth“ gesehen hatten. Durch den Film hat man jetzt in Hollywood, Kalifornien, dem Land der Hummer-Fahrer und Privat-Jets, die Liebe zur Umwelt entdeckt. Sogar der erste Mann im Staat, Arnold Schwarzenegger, drängt zu landesweite Klimaschutzmaßnahmen. Der Sonnenschein-Bundesstaat kann mit Recht als Vorbild genannt werden, immerhin wird mehr als die Hälfte des Mülls wiederverwertet. Immer mehr Autos werden auf klimafreundliche Motoren umgerüstet. Sogar Schwarzenegger hat seinen Hummer auf Wasserstoffantrieb und Biokraftstoff umgestellt. Regisseur Steven Spielberg fuhr standesgemäß mit dem Elektroauto zur Oscar-Verleihung, die selbst ganz im Zeichen des grünen Daumens stand. "Wir nutzen das Oscar-Rampenlicht, um der Welt zu erzählen, dass wir mehr saubere Autos und umweltfreundliche Häuser produzieren müssen", so Stars wie Susan Sarandon und Harrison Ford. Auch Julia Roberts wirbt für alternative Brennstoffe: Sie ist prominente Fürsprecherin der Firma „Earth Biofuels" und Leonardo DiCaprio rief sogar die „Leonardo DiCaprio Foundation“ ins Leben, um das Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen (das geschah allerdings schon vor dem Film „An Inconvenient Truth“). Der Oscar-Preisträger Robin Williams beteiligt sich mit kleinen Dingen am Umweltschutz. "Ich trenne meinen Müll, benutze keine Sprays und fahre, so oft es geht, mit dem Fahrrad". "Eine unbequeme Wahrheit", zeige, dass schon kleine Schritte helfen, erläuterte Williams. Schauspieler Edward Norton, Verfechter von Solarenergie, hat gleich mit dem Ölmulti BP eine Kooperation abgeschlossen: Für jeden Hollywood-Promi , der sich Solarzellen auf sein Dach montieren lässt, spendet der Konzern einer sozial schwachen Familie die gleich Summe. Architektur-Fan Brad Pitt setzt sich für umweltfreundliches Bauen ein - auch in seiner neuen Heimatstadt New Orleans.
Ex-Präsidentschaftskandidat Al Gore hat für seinen Umweltfilm "Eine unbequeme Wahrheit" sogar den Oscar bekommen. In seinem Film plädiert er an die Menschheit endlich umweltbewusster zu werden und die globale Erderwärmung zu stoppen. Doch was einen dann doch stutzig macht ist die Tatsache, dass sein Privathaus zwanzig Mal soviel Energie verbraucht wie ein US-Durchschnittshaushalt.
However – Nobody is perfect! Ich finde es nur schon super, dass er mit seinem Film die Menschheit wachrütteln konnte.
Das Umweltbewusstsein scheint in Hollywood zu einer wahren „Modeerscheinung“ geworden zu sein. Vielen Stars bringt die Tatsache, dass sie zum Beispiel mit Solarenergie heizen, jede Menge gute Publicity! Ich will das hier aber nicht kritisieren, denn egal aus welchen Beweggründen die Stars beschliessen umweltbewusster zu leben, können sie durch ihren Einsatz viel für unsere Umwelt tun. Denn die Stars verfügen mit ihrem hohen Bekanntheitsgrad oft auch über eine Vorbildfunktion und so wird auch der Ottonormalverbraucher dazu angeregt umweltbewusster zu handeln, zumindest bei kleineren Angelegenheiten und soweit sein Budget das zulässt.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
3 Kommentare:
Mit grossem Interesse habe ich deinen Post gelesen. Ich wusste nicht, dass schon so viele Stars etwas für die Umwelt tun... Eigentlich spielt es ja nicht so eine grosse Rolle, aus welchen Beweggründen sie es tun. Hauptsache sie tun es! Wie du finde ich, dass die Stars durch ihren Bekanntheitsgrad für viele Leute Vorbilder sein können und dadurch hoffentlich auch viele Menschen dazu animieren, umweltbewusster zu leben. Viele Menschen würden wahrscheinlich gerne mehr für die Umwelt tun, aber wie du schreibst, manchmal lässt es das Budget gar nicht zu. Nicht jede/jeder kann sich. einfach so z.B. eine Solaranlage auf dem Dach installieren.
Marina Bärtsch, LG 05Gf
Ich habe zwar schon oft von Stars gehört, die bei world vision ein Patenkind haben, aber dass in Hollywood jetzt lauter kleine Umweltschützer herumlaufen, war mir bis jetzt unbekannt. Nun ich weiss nicht so recht, ob ich alles, was in deinem Artikel steht glauben kann. Nicht weil ich dir nicht glaube, sondern weil ich bezweifele, dass alles, was die Klatschpresse berichtet auch wirklich der Wahrheit entspricht. Ich bin mir nicht sicher, ob die Stars diese Umweltfreundlichkeit nicht einfach nur nutzen, um wieder einmal in dem Medien zu erscheinen. Schliesslich ist es für sie wirklich keine grosse Sache, sich ein speziell ökonomisches Auto zuzulegen oder auf dem Dach ihrer Villa eine Solaranlage zu installieren. Geld haben diese Leute schliesslich genug! Trotzdem: immerhind tun sie etwas! Besser als nichts tun ist dies auf jeden Fall.
Stefanie Grüninger, LG 05Df
Obwohl hier meiner Meinung nach auch die Werbetrommel für die eigene Person gerührt wird, finde ich es lobenswert, dass sich Stars für den Umweltschutz einsetzen. Sie erhalten, wie schon von anderen Bloggern erwähnt, mehr Aufmerksamkeit und können so eine grössere Masse Menschen ansprechen. Ob diese angesprochenen Menschen nun auch reagieren, ist wieder eine andere Frage. Wie wir ja im letzten Seminar gehört haben, ist hören und sehen alleine noch kein Grund zum Handeln. Aber das Bewusstsein wird sicher verstärkt und es ist sicherlich nicht alles für die Katze. Jeder Beitrag an eine bessere Umwelt ist wertvoll! Gegen wir mit gutem Beispiel voran.
Kommentar veröffentlichen