Dienstag, 4. März 2008

Meine Vernetzungen

Als ich den Wochenauftrag gelesen habe, ist mir sofort mein Frühstück in den Sinn gekommen. Ich esse jeden Morgen ein Stück Brot mit Butter und Konfitüre.

Ich möchte mir einige Gedanken zum Brot machen.

Heute morgen habe ich ein Stück Säntisbrot gegessen. Dieses hat meine Mutter in der Migros gekaut. Was braucht es aber alles, bis das Brot über den Ladentisch geht? Zuerst säen Bauern die verschiedenen Körner auf ihren Feldern. Nach intensiver Pflege, schneidet der Bauer mit seinen Gehilfen das Korn ab und bringt es in die Mühle. Dort durchläuft das Korn verschiedenste Prozesse, bis es als Mehl aus der Maschine kommt. Der Müller mit seinen Mitarbeitern ist dafür verantwortlich. Ein weiterer Mitarbeiter muss das Mehl in Säcke abfüllen und diese dann ins Lager stellen oder direkt in einen Lastwagen füllen Ein Lastwagenchauffeur transportiert die schweren Säcke von der Mühle direkt zum Bäcker. Der Bäcker muss zuerst natürlich noch die Anzahl Säcke bei der Sekretärin der Mühle X bestellen. Sind die Mehlsäcke dann endlich bei der Bäckerei angekommen, müssen sie wiederum abgeladen werden. Ist der Mehlsack in der Backstube gelandet, nimmt der Bäcker oder ein Lehrling das Mehl in die Hand und gibt es in eine Schüssel. Danach werden noch Wasser, Salz und Hefe beigefügt und die Maschine knetet das Ganze. Danach wird die Teigmasse zu einer Form geknetet und in den Ofen geschoben. Nach einiger Zeit wird das Brot aus dem Ofen genommen und die Bäckereiangestellte füllt die Brote in die verschiedenen Verkaufsgestelle. Als meine Mutter das Brot gekauft hat, wurde sie von einer Frau bedient. Meine Mutter hat das Brot nach Hause gebracht und so ist es in meine Hände gekommen.

Während dem Schreiben ist mir bewusst geworden, dass unsere Nahrungsmittel durch sehr viele Hände gegeben werden, bevor wir sie genüsslich verzehren. In der heutigen Gesellschaft überlegen wir uns überhaupt nicht mehr, wover sie kommen und was sie schon alles "erlebt" haben. Die Arbeit dahinter wird völlig vergessen und überhaupt nicht mehr geschätz.

5 Kommentare:

dede85 hat gesagt…

Endlich bin ich mal die Erste, die bei jemandem einen Kommentar schreiben kann!:)

Nein, jetzt zum ernsten Teil. Also liebe Fabienne, ich fand dein Post sehr interessant. Dank deinem Text wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel es braucht, dass ich am Morgen ein knuspriges, gut duftendes "Büürli" geniessen kann. Vielen Dank, dass du mir die Augen geöffnet hast.

Stefanie Grüninger 05Df

Schneekanone hat gesagt…

Auch ich habe mir die gleichen Gedanken gemacht wie du, nämlich, dass wir uns gar nicht mehr überlegen, woher unsere Sachen kommen, für uns ist so vieles selbstverständlich. Das Brot finde ich ein gutes Beispiel. Mit dem Brot sind sehr viele Berufe vernetzt. Wenn der Bauer keine Samen sät, hat der Müller keine Körner zum mahlen, der Bäcker kein Mehl zum backen und die Verkäufer kein Brot zu verkaufen. Alles ist miteinander vernetzt.
Ich finde auch, dass wir die Arbeit, die geleistet wird, bis wir ein Brot essen können, mehr geschätzt werden sollte. Und dies natürlich nicht nur beim Brot, sondern auch bei anderen Dingen.

lil hat gesagt…

Diese Gedanken habe ich mir auch gemacht, dass unsere Nahrungsmittel durch sehr viele Hände gehen. Ich bin völlig deiner Meinung, dass wir uns heute eigentlich gar keine Gedanken mehr darüber machen, woher wir unsere Nahrungsmittel bekommen und welche (weiten) Wege sie hinter sich lassen mussten. Wir haben die Möglichkeit, diese Nahrungsmittel „einfach“ zu konsumieren, während andere darum betteln oder erst gar nicht in den Genuss kommen.
Wir sollten uns viel mehr Gedanken darüber machen und diese Wege und vor allem die Arbeit wertschätzen, genau wie wir von anderen erwarten, dass sie unsere Arbeit wertschätzen.
Ein paar Gedanken mehr über solche „Kleinigkeiten“, welche Grosses tun und bewirken, kosten uns keinen Rappen…

LjZi 05Be

Anonym hat gesagt…

Hej hej Fabienne!

Ich finde es spannend, dass auf den verschiedenen Weblogs und bei deinem Post so viele unterschiedliche Lebensmittel oder Gegenstände erwähnt werden. Doch alle haben etwas gemeinsam: einen unendlich langen Weg, bis sie zum Endverbraucher gelangen.
Wie du sagst, fragt niemand danach, wieso es überhaupt möglich ist, dass das gekaufte Produkt in die Regale kommt. Es ist viel zu selbstverständlich. Man geht in den Laden und kauft es sich. Einfach so, ohne grossen Aufwand. Und so wird es dann auch unseren Kindern gehen.

Es sei denn, sie lernen schon früh, solche Produkte zu schätzen. Ich denke, wir als Lehrpersonen können darauf grossen Einfluss nehmen. Deshalb finde ich es wichtig, dass sicherlich einmal ein Thema wie „Die Reise meines T-Shirts, der Banane, der Schokolade“ etc. behandelt wird.

Michèle Hasler, LG 05 Gf

KrüMäL hat gesagt…

Beim Brot denkt man ja noch, dass es ganz einfach und schnell hergestellt ist, da wir das zu Hause ja auch machen können. Dabei wird aber die Herstellung des Mehls und die Beschaffung des Salzes etc. ganz vergessen. Wenn wir alle Zutaten haben, ist das natürlich keine grosse Sache mehr. Weil wir wie Michèle schon sagte, ganz einfach in den Laden gehen können und uns die Lebensmittel beschaffen ohne dass wir uns gross überlegen wer dafür arbeiten musste, weil es einfach ganz selbstverständlich für uns ist, dass wir diese Lebensmittel im Laden um die Ecke erhalten.

Dein Post hat mich gerade dazu inspiriert mir morgen ein grooosses frisches Brötli zu kaufen und daran zu denken, was alles nötig war um es herzustellen und dann werde ich es richtig geniessen ;)!

Martina Giger LG 05 D