Montag, 19. Mai 2008

Bring- und Hol-Aktion

Auswahl der Gegenstände (zu Hause):
- was brauche ich nicht mehr?
- auf was kann ich verzichten?
- wenn mir ein Gegenstand etwas bedeutet hat, nahm ich ihn nicht mit

Auswahl der Gegenstände (in der Schule):
- was kann ich brauchen?
- was gefällt mir?
- wer könnte das sonst noch brauchen/kann ich jemandem damit eine Freude machen?

Abschied der Gegenstände:
- begann schon bei der Auswahl zu Hause
- wir nahmen nur Gegenstände mit, welche uns nicht viel bedeuten, da wir die anderen gerne behalten würden

Gegenstände von anderen:
- war interessant zu sehen, wer was mitnahm und was es alles zu entdecken gab

Gegenstände die weitergegangen sind:
- schön, dass mit etwas Einfachem jemandem eine Freude gemacht werden konnte

Haben wir mehr gebracht als genommen?
-  ja...wir waren wählerisch

Bring- und Hol-Aktion in der Schule:
- in den Unterricht einbetten bzw. ein passendes Thema dazu wählen (z.B. Teilen, Spielsachen)
- Regeln zum Mitnehmen (nicht hamstern, z.B. nur soviel mitnehmen wie man bringt oder nur 2 Gegenstände, ...)
- Dinge für andere Sammeln (Rotes Kreuz, Kinderheim)
- evtl. ganzes Schulhaus mitnehmen

Montag, 7. April 2008

Milch

Teilkompetenzen einer BNE im Bereich Milch

Im Bereich Milch lassen sich verschiedenen Teilkompetenzen einer BNE finden:

A5) Sie können zwischen Entwicklung auf der lokalen Ebenen, auf der nationalen Ebenen und auf der globalen Ebene unterschieden und erkennen die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen diesen Ebenen.
à Produktion in anderen Ländern, Preis von Milch

B2) Sie kennen Ursachen sowie Folgen aktueller Trends der gesellschaftlichen Entwicklung und können Vor- und Nachteile diskutieren, die sich daraus für verschiednen Akteurgruppen, für die natürliche Umwelt und für die Gesamtgesellschaft ergeben.
à Milch vom Bauer, Milch vom Kaufhaus, Tetrapack vs. Bauer

C1) Sie erkennen, dass Fragen im Zusammenhang mit Nachhaltiger Entwicklung komplex sind und mit Wertentscheidungen einhergehen.
à Haltung der Tiere, Milchpreis für den Bauer, Weg der Milch

E2) Sie können die Qualität der Herkunft sowie die Reichweite von Informationen kritisch prüfen
à Testen der Milch, verschiedene Milchsorten: gesunde Milch, pasteurisierte Milch, UHT, Vollmilch, Milchdrink etc.


Umsetzung didaktischer Prinzipien auf dem Plakat Milch

Handlungs- und Reflexionsorientiert:
à Durch Diskussionen, Austausch und Hypothesenbildung wird die Reflexionsfähigkeit verbessert (Fragen: Produzieren alle Kühe Milch? Was passierte mit der Milch, bevor sie ins Tetrapack kommt?)

Entdeckendes Lernen:
à eventuell sind in der vorgeschlagenen Werkstattarbeit Posten vorhanden, die entdeckendes Lernen ermöglichen (können wir jedoch nicht beurteilen, da auf dem Plakat selbst nicht viel über die Posten steht)

Vernetzendes Lernen:
à Die Vernetzung von lokalen und globalen Gegebenheiten (Milchproduktion in der Schweiz und im Ausland)

Zugänglichkeit:
à Kreisdiskussion (Wie wird die Milch produziert?)

Partizipation:
?? Keine interessanten Beispiele gefunden!

Anmerkung: Der Aspekt des ausserschulischen Lernortes fanden wir auf dem Plakat nicht. Würden wir das Thema Milch im Unterricht behandeln, wäre unsere erste Idee der Besuch einer Molkerei, eines Bauernhofes, einer Milchzentrale, einer Käserei oder einer Alp. Zudem wäre es schön zu wissen, die die Werkstattarbeit aussehen würde, da dies ein zentraler Aspekt ist.

Sonntag, 6. April 2008

Rückmeldung

Liebe Bloger/innen

Wieder über 4 Blogs die Beiträge und Kommentare lesen und dann noch in weitere Blogs reinschauen, dies löste bei mir erneut den Eindruck aus, dass viele von Ihnen für die Thematik zunehmen sensibilisiert sind und sich weiter engagieren werden. Sie sehen die Problematik, haben Ideen für die Durchführung in ihrer zukünftigen Klasse, erkennen laufend neue Zusammenhänge, fühlen sich auch durch ihre eigenen Erfahrungen motiviert, wenn auch unterschiedlich, an der Thematik zu arbeiten.

Dass alle – ohne Ausnahme – auch eine positive Beziehung zur Natur haben und spüren, was diese ihnen bedeutet, wie sehr Erfahrungen in der Natur uns Kraft geben, uns Erholung ermöglichen (bei unterschiedlichstem Wetter und in den vier Jahreszeiten), das ist begeisternd zu lesen! Auch ich habe in den vergangenen 14 Tagen in unterschiedlichen „Aktionen“ in der Natur ihre Kraft wieder erlebt!

Herz zeigt - wie viele von Ihnen bemerkt haben - eine Reihe von Möglichkeiten auf, wenn z.T. auch akzentuiert auf die Ebene ausserhalb der einzelen Schulkasse (aber nicht nur), wie an der Thematik der nachhaltigen Bildung „gearbeitet“ werden kann. Abgesehen von alle den vielen Möglichkeiten, die man/frau mit der eigenen Klasse durchführen kann (Umgang mit Papier, Elektrizität, Abfalltrennung, Verhältnis zur Natur usw.), lösen Klassen übergreifende Aktionswochen, wenn möglich gar im ganzen Schulhaus gemeinsam geplant und durchgeführt, eine grösseres Bewusstsein aus.
Diese etwas grösse Einheit (als ein Arbeiten im Klassenverband) braucht zwar mehr Energie, um sie ins Rollen zu bringen, bringt aber immer wieder auch die beflügelnde Erfahrung, dass ein ganzes Team, eine ganze Schule hinter einem Projekt steht und sich dafür einsetzt. Gemeinsam kommt man als Team auch auf mehr Ideen und im Team lässt sich vieles leichter erreichen. „Gemeinsam ist besser als einsam.“ formuliert deshalb auch O. Herz treffend.
Gelingt es gar Eltern einzubeziehen oder die Thematik in die Öffentlichkeit zu tragen, zieht die Aktion auch grössere Kreise und wird auch so nochmals nachhaltiger.

Dass aber zuerst aber auch und besonders in den Klassen gearbeitet werden soll und muss, damit die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für die Thematik bekommen, soll auch nochmals erwähnt werden (wie dies einzelne auch geschrieben haben).
... und selbstverständlich ist die Thematik mit einer „Aktion“ im Schulhaus nicht abgeschlossen. Das tägliche Pflegen und Leben einer nachhaltigen Lebenshaltung ist genau so wichtig, letztlich ein Stückweit entscheidend.

Gerne nehme ich zum Abschluss meine Blogbreitrages das Zitat aus der Erd-Charta auf, welches eine Studentin in ihrem Blog verwendet hat.
„Es ist auch wichtig, dass den Kindern vor allem die vier Punkte der Selbstverpflichtung beizubringen:
1. Ehrfrucht haben vor der Erde und allem Leben
2. Für die Gemeinschaft alles Lebendigen in seiner ganzen Vielfalt Sorge tragen
3. Danach streben, freie, gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche Gesellschaftsformen aufzubauen
4. Die Fülle und die Schönheit der Erde für die gegenwärtige und für die zukünftige Generation sichern.
Wenn alle Menschen diese vier Punkte ernst nehmen würden, sehe unsere Erde ganz anders aus. Diese Inhalte kann man aber nicht vermitteln, ohne dass man selber Vorbild ist. ... „

Noch ist das Modul, das Semester noch nicht zu Ende, wir stehen erst in deren Mitte. Ich freue mich auf die weiteren Impulse und Erfahrungen.
Herzliche Grüsse
A. Müller

Mittwoch, 2. April 2008

Auf einem Spaziergang

Vor lauter Diplomarbeitsstress ging dieser Auftrag völlig unter. Dies ist der Grund, weshalb ich meinen Beitrag erst jetzt schreibe.

Ich begab mich an einem wunderschönen Tag alleine auf einen langen, ausgiebigen Spaziergang. Ich entschied mich, in den Wald zu gehen. Auf dem Weg in den Wald sah ich sieben Eidechsen. Sie sonnten sich auf einem Stein. Ich blieb vor den Steinen stehen und beobachtete sie. Es war sehr faszinierend, ihnen zu zu schauen und ihre Bewegungen zu beobachten. Als eine Eidechse mich bemerkte, versteckte sie sich sofort und alle anderen zogen ihr nach. Ich blieb weiterhin dort stehen, weil es mich interessierte, was nun passieren wird. Nach einer Weile kamen eine nach der anderen wieder hervor und sie sonnten sich weiter in der Wärme.

Nach einer gewissen Zeit ging ich weiter und kam im Wald an. Ich schaute mich im Wald um, ob ich noch mehr Tiere entdecken könnte. Und siehe da:Ein Eichhörnchen kletterte gerade einen Bammstamm hinauf.

Ich war richtiggehen fasziniert, dass ich innerhalb von einer halben Stunde so viele Tiere gesehen habe. Hätte ich diesen Auftrag nicht erhalten, wäre ich nicht in den Wald gegangen und hätte die Tiere nie gesehen. Ich muss zugeben,dass dieser Spaziergang eine grosse Erholung für mich war. Die frische Luft, die blühenden Blumen, die wunderschönen Bäume und natürlich die vielen Tiere gaben mir Energie und füllten so meine Batterien wieder vollständig auf. Es wurde mir mit diesem Spaziergang bewusst, wieviel die Natur uns gibt. Als ich mich auf meinem Spaziergang aufhielt, konnte ich über Gott und die Welt nachdenken und war mit mir selbst beschäftigt. Ich vergass alles um mich herum und genoss, dass ich alleine spazieren konnte. Leider geben wir Menschen ihr nichts zurück, sonder nehmen nur immer. Es ist erschreckend, wie viel wir kaputt machen. Leider ist vielen Menschen überhaupt nicht bewusst, wie wichtig die Natur für uns ist, wenn nicht überlebenswichtig. Wir bestrafen uns selbst, wenn wir nicht endlich beginnen, der Natur mehr Sorge zu tragen.

Freitag, 28. März 2008

Martina in der grossen, weiten Natur

Über die Ostertage war ich so viel in der Natur, dass ich leider erst jetzt bloggen konnte. Wenn ich mich nicht gerade vor dem Computer an meiner Diplomarbeit abmühte nutzte ich jede Gelegenheit nach draussen zu gehen und etwas frische Luft zu schnappen. Vor meinem Zimmer steht ein grosses Trampolin, ich bin dann da hinauf gestiegen und habe mir, während ich so in die Luft sprang, die Berge angeschaut und sie bewundert. Doch dann kam der Schnee und nahm mir meine Trampolinfreuden, da sagte ich meiner Diplomarbeit auf ADIEU und schnappte mir mein Snowboard, um die Berglandschaft aus der Nähe zu erkunden. Das Snowboarden ist immer etwas sehr schönes, da ich finde, dass man der Natur sehr nahe sein kann. Die riesigen, verschneiten Berge strahlen für mich Ruhe aus und ich habe das Gefühl es kann nirgends auf der Welt schöner sein als hier. Sie haben jedoch auch etwas Bedrohliches an sich, wenn sie so mächtig neben mir in die Höhe ragen. Dann fühle ich mich ganz klein und hilflos.. Als ich so auf dem Gipfel stand, sah ich an der Felswand eine Gemsenfamilie im Schnee herumspazieren. Es war erstaunlich, wie nahe sie sich an uns Menschen herantrauten. Es ist schön ein Teil der dieser schönen Natur zu sein doch fühle ich mich, wie schon oben erwähnt, etwas hilflos, besonders was die Umweltprobleme betrifft, da ich das Gefühl habe, dass ich als kleines Individuum nichts ausrichten kann. Ich bin mit der Natur verbunden, da sie für mich lebensnotwendig ist.

Mittwoch, 26. März 2008

von Wetterphänomenen und nassen Füssen

„Diesen Auftrag“, dachte ich vor etwa eineinhalb Wochen, „ erfülle ich mit Vergnügen.“ Aber denkste. Fluchend öffnete ich am Karfreitag Morgen den Rolladen. Schnee!! Und zudem noch sehr viel davon... Also gut, gehen wir halt in den Schnee. Gut bestückt mit Hut, Winterjacke, Schal und vermeintlich dichten Schuhen wagte ich mich also raus in das kalte Weiss.
Kurzerhand spazierte ich Richtung Berg los. Anfangs gefielen mir Wind und Flockentanz überhaupt nicht. Aber das ist anscheinend Gewöhnungssache. Bald fühlte ich mich wohler und konnte auch die Aussicht geniessen. Doch was war das? Sargans – kein Schnee. Wangs – kein Schnee. Heiligkreuz – auch kein Schnee. Triesen, Balzers und sogar ein Teil von Mels – gänzlich ohne Schnee. Und ich stehe hier mitten in Schneegestöber! Schade, dass ich keine Fotokamera dabei hatte. Tatsächlich schneite es am Karfreitag nur an unserem Berghang. Der Schnee bildete einen weissen Halbkreis um den „Bergfuss“. Solch ein Phänomen habe ich in allen 20 Jahren, in denen ich in dieser Gegen herumstolpere, noch nie gesehen. Hier zeigt sich, dass die Natur immer für Überraschungen gut ist, nie haben wir alles entdeckt oder alles gesehen. Die Natur ist unberechenbar. Manchmal scheint mir sogar, dass sie mit uns Menschen ihre Spässe treibt. Das dachte ich zum Beispiel, als heute Morgen Schnee lag, ausgrechnet wenn ich mich in die Natur setzen wollte... oder als ich sah, dass es nur in unserer Gegend schneite, ausgerechnet da, wo ich spazierte. Und ich mag keinen Schnee.
Wir sind zwar ein Teil der Natur, wollen es aber allem Anschein nach nicht wahrhaben. Wir werden die Natur nie im Griff haben (ich verstehe auch nicht, warum wir das wollen), sondern viel mehr sie uns. Leider aber schaden wir der Natur immer mehr, vielleicht gerade, weil sie so unberechenbar ist? Jedenfalls stelle ich immer wieder von Neuem fest, dass ich mich in der Natur sehr wohl fühle. Leider gab es auch auf diesem Spaziergang störende „Menschengeräusche“, z.B. das Rauschen der Autobahn, den Krach von vorbeifahrenden Offroader (welche garantieren, dass man auf der schmalen Strasse bestimmt nicht mehr kreuzen kann und dass Fussgänger eine Matschdusche abbekommen), das Knattern einer Motorsäge usw.
(Übrigens: Weder Schuhe noch Jacke waren dicht. Die Schuhe habe ich schnurstracks weggeworfen. Schliesslich möchte ich das Abkühlen der Füsse im Wasser nach kneippscher Theorie ausschliesslich bewusst und im Sommer erleben!)

Dienstag, 25. März 2008

Schnee im Frühling

Da es vor Ostern ständig schlechtes Wetter war und ich daher nicht umbedingt das Bedürfnis verspürte, mich draussen aufzuhalten, verschob ich das Schreiben des Posts, in der Hoffnung auf eine Wetterbesserung. Ich hatte mir scho überlegt, was ich alles schreiben würde. Ganz sicher müsste das Pfeiffen der Vögel, die frische, warme Luft und mein wie immer im Frühling vorhandene Glücksgefühl beschrieben werden. Doch daraus wurde leider nichts. Noch immer stürmt, regnet oder schneit es draussen. Tja, nichts dagengen zu machen!

Um den Auftrag für diese Woche gewissenhaft erledigen zu können, musste ich wohl oder übel raus aus der warmen Stube. Ich packte mich ein in einen dicken Pullover, Strumpfhosen, eine Wollmütze, einen Schal und gefütterte Winterschuhe. Als Unterstüztung nahm ich noch meine Schwester und meine Mutter mit. Es war wirklich grausam kalt, doch immerhin schneite es, anstatt zu regnen, wie dies in den letzten Tagen der Fall war.
Obwohl wir normalerweise bei Spaziergängen über alles möglich sprechen, bat ich sie, für eine Weile still zu sein. Es war ein wuderschönes Gefühl. Von der sonst eher lärmenden Autobahn war nichts mehr zu hören. Die ganze Gegend war unglaublich leise. Nur das Knirrschen unserer Schuhe im Schnee war zu hören, sowie das leise Atmen meiner zwei Begleiterinnen. Die Berge und die Bäume im Wald waren bedeckt mit einer weissen Schicht. Es kam mir vor, als wäre über alles eine Schicht Puderzucker gestreut. Es bot sich mir ein Bild wie aus einem Bilderbuch. Ich fühlte mich wohl, glücklich und zufrieden und die zu Beginn des Spazierganges unangenehm empfundene Kälte war plötzlich wie weggeblasen. Ich spürte lediglich meine Hände, die zu einer warem Tasse Tee sicherlich nicht nein gesagt hätten und meine kalten Backen, die sich richtig frisch anfühlten.
Nach ungefähr einer Stunde kehrten wir nach Hause zurück. Im Haus war es unheimlich warm, fast zu heiss. Das war mir zuvor nicht aufgefallen. Meine Mutter machte uns einen heissen Punsch, mit dem wir uns wieder aufwärmten. Es war ein schöner Spaziergang gewesen. Aber trotzdem traure ich dem vor einigen Wochen schnell aufgetauchte Frühlingsanfang nach. Ich hoffe, er kommt bald zurück!!!